Mittwoch, 22. Februar 2012

Unsere Hospizvision

Die meisten Menschen wünschen sich, in ihrer häuslichen Umgebung zu sterben. Jedoch führen Angst, Beklemmung und Unsicherheit häufig dazu, dass Menschen frühzeitig in einer stationären Einrichtung untergebracht werden.

Motiviert durch den Wunsch hier zu helfen, begannen die Johanniter-Unfall-Hilfe und der Malteser-Hilfsdienst im Jahr 2002 die Planung eines stationären Hospizes in Wiehl. Die Johanniter-Unfall-Hilfe übernahm die Trägerschaft des Hauses und die bereits in Wiehl bestehende Malteser-Hospizgruppe die Mitarbeit durch ihre ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. So konnte im Februar 2005 das Johannes-Hospiz Oberberg eröffnet werden.

Die Hospizarbeit in Wiehl und Umgebung will unheilbar kranken Menschen eine Möglichkeit bieten, ihren letzten Lebensabschnitt selbstbestimmt und in Würde zu verbringen. Bei der Hospizarbeit der Johanniter und Malteser steht der einzelne Mensch mit seinen individuellen Bedürfnissen im Mittelpunkt. Diese zu erkennen und zu berücksichtigen ist unsere Aufgabe. Die Hospizarbeit in Wiehl will  nicht, dass der Tod hinausgezögert oder beschleunigt wird. Unsere christliche Grundhaltung schließt aktive Sterbehilfe aus.

"Hebammen" am Lebensende
Bei der Geburt eines Kindes ist es ganz selbstverständlich, Hilfe und Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Die Hebamme begleitet Mutter und Kind bis zur Geburt, bei der Geburt und im Wochenbett. Am Lebensende möchten wir – im Sinne einer Hebamme – Betroffenen und deren Familien helfen, das Leben bis zuletzt lebenswert zu gestalten. Wir möchten eine bewusste Haltung zu Sterben, Tod und Trauer in unserer Gesellschaft fördern; sterben soll wieder als normaler Teil menschlichen Lebens akzeptiert werden.

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. für Oberberg

Malteser für Wiehl und Nümbrecht